Was bleibt am Monatsende von meinem Gehalt wirklich übrig? Wo kann ich unter Umständen sogar einsparen? Was gilt eigentlich für die zahlreichen Grenzgänger in der Schweiz? Fragen, die Ihnen ein moderner Gehaltsrechner schnell beantwortet. Das hilft Ihnen nicht nur bei der monatlichen Budgetplanung.

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind laut Statistik bekanntlich nicht die niedrigsten. Das spüren viele Konsumenten je nach Branche bereits früh im Monat – spätestens dann, wenn das Geld am Konto langsam zu Neige geht. Um so wichtiger ist es zu wissen, was vom Bruttolohn Monat für Monat eigentlich in der eigenen Tasche verbleibt. Das hilft bei der monatlichen Budgetplanung genauso, wie beispielsweise bei Verhandlungen für den nächsten Bruttolohn mit dem Chef als Mitarbeiter im aktuellen Unternehmen, oder vor Aufnahme eines Jobs zum Lohnvergleich beim neuen Arbeitgeber. Schließlich sollte man möglichst vorher wissen, was für das tägliche Leben in der Kasse eingeht, und wo sich der ein oder andere CHF einsparen lässt.

Abgaben für den Staat, der Abzug der eigenen Sozialabgaben oder die Pensionsvorsorge schmälern das Budget rasch automatisch. Noch bevor der eigentliche Nettolohn vom Arbeitgeber auf dem Konto landet und für die täglichen Kosten zur Verfügung steht. Dabei hängt die Höhe der Abgaben als Mitarbeiter von vielen Dingen ab: Vom Alter und Zivilstand ebenso, wie auch vom Beschäftigungsgrad, dem genauen Wohnort oder dem Status innerhalb der Schweiz.

Das alles sollte jeder Schweizer Arbeitnehmer zum Thema Nettogehalt kennen und berücksichtigen. Bei der genauen Berechnung des Nettogehalts hilft Ihnen der Nettolohnrechner da rasch und zuverlässig weiter. Und online geht das einfacher, als Sie denken –mit wenig Zeitaufwand in wenigen Minuten, egal bei welcher Branche.

Lohnrechner für Schweizer und Aufenthalter mit C-Bewilligung

Als Schweizer Staatsbürger und Aufenthalter mit Bewilligungsgrad C haben Sie Ihren Nettolohn mit Hilfe eines modernen Lohnrechners schnell durch wenige Angaben ermittelt. Tragen Sie Ihren Jahresbruttolohn, die Lohnzahlungen in Monaten, den Beschäftigungsgrad in Prozent (Voll- oder Teilzeit) sowie Ihr Alter und den Zivilstand ein.

Ausschlaggebend sind unter Umständen weiters sind die Anzahl der Kinder bis 12 Jahre, von 12 bis 16 Jahre sowie über 16 Jahre (in Ausbildung). Ebenso wichtig sind Angaben zur Quellensteuer, zum Kirchenmitglied und den Kanton Ihres aktuellen Wohnorts.

Mit einem Klick sehen Sie Ihr Ergebnis im Brutto-Netto-Rechner und haben Ihr Gehalt pro Monat oder pro Jahr berechnet. Angezeigt werden im Lohnrechner neben dem AHV/IV/EO-Beitrag auch ALV-Beiträge, NBU- und KTG-Beitrag, sowie Beiträge zur Pensionskasse oder Ausgleichskasse. Und natürlich das Wichtigste: Wie hoch der aktuelle oder voraussichtliche Nettolohn ausfällt.

Lohnrechner berechnen zuallererst das monatliche Gehalt für Angestellte. Für bestimmte Personengruppen, beispielsweise Beamte, gelten andere Steuersätze. Alle Angaben erfolgen dabei in der Regel in CHF. Wahlweise ist mit modernen Nettolohnrechnern in der Schweiz auch die Umrechnung alle Beträge in EUR oder USD möglich.

Tipp: Der ermittelte Nettolohn ist Grundlage genug für Ihre Haushaltsplanung. So können Sie rasch einschätzen, ob die Einnahmen Ihre fixen Ausgaben und täglichen Lebenshaltungskosten überhaupt decken. Weitere Informationen und nützliche Tipps – etwa zu möglichen Einsparungen bei Versicherungen oder für die berufliche Vorsorge – werden ebenfalls gleich gratis mitgeliefert.

Versicherung je nach Alter und Lohnhöhe

Versichert werden alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmenden ab dem 1. Januar nach ihrem 17. Geburtstag für die Risiken Invalidität und Tod und ab dem 1. Januar nach ihrem 24. Geburtstag zusätzlich für Altersleistungen. Das Jahresgehalt zwischen 24.675 und 84 600 Franken ist obligatorisch versichert. Dieser sogenannte koordinierte Lohn (BVG-Lohn) beträgt maximal 59.925 Franken. Ab einem Jahreslohn von 21.150 Franken wird mindestens ein Lohn von 3.525 CHF versichert.

Nettolohnrechner für Grenzgänger in die Schweiz

Arbeiten in der Schweiz und leben in Deutschland oder anderswo: Hier spielt die Nettolohnberechnung für die steuerliche Berechnung im eigenen Land eine wichtige Rolle. Als Grenzgänger sind Sie grundsätzlich in dem Land steuerpflichtig, in dem sich Ihr Hauptwohnsitz und der Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Finanzbehörde befindet. Das spielt beispielsweise für die Brutto-Netto-Berechnung des Gehalts als deutscher Grenzgänger durchaus eine wichtige Rolle.

Ausschlaggebend ist dabei nicht Ihr Bruttoverdienst, sondern der Nettolohn abzüglich aller bereits entrichteten Abgaben an die Schweizerische Unfallversicherung, die Arbeitslosenversicherung sowie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Weiters sind Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer in der Schweiz verpflichtet, 4,5 Prozent vom monatlichen Bruttolohn an Steuern in Ihrem Arbeitsland Schweiz zu entrichten (Doppelbesteuerungsabkommens).

Allerdings wird dieser Steuersatz vom deutschen Finanzamt angerechnet, womit Sie eine doppelte Besteuerung Ihres Einkommens als Grenzgänger vermeiden können. In der Praxis behält Ihr Schweizer Arbeitgeber den Steueranteil direkt bei der Lohnauszahlung ein, sodass Sie den exakten Betrag in der monatlichen Nettolohnberechnung einsehen können.

Nachdem die ersten Abzüge von Ihrem Bruttolohn bereits durch den Schweizer Arbeitgeber vorgenommen wurden, müssen Sie mit Wohnsitz beispielsweise in Deutschland erneut Steuern anmelden, und Ihrem Finanzamt an Ihrem Wohnort die Brutto-netto Differenz vorlegen.

Tipp zur steuerlichen Berechnung: Im Lohnrechner können Sie diese spezielle Form der Besteuerung mit einzubeziehen, in dem Sie den Kanton oder Ihren jeweiligen grenznahmen Wohnort auswählen. So lässt sich auch als Grenzgänger exakt das monatliche Nettogehalt Ihrer Firma ermitteln.

 Mehr Gehalt verdienen in der Schweiz – was aktuell gilt

Schweizer Gehälter liegen etwa drei- bis viermal so hoch wie in den meisten anderen europäischen Ländern. Einer Studie der UBS zufolge, sind Zürich und Genf dabei weltweit die Städte mit dem höchsten Einkommensniveau. Je nach Branche und Beruf, Position, Qualifikation und Region sind Löhne über 70.000 Euro jährlich hier eher die Regel.

Kaum verwunderlich also, dass die Schweiz seit vielen Jahren ein beliebtes Auswanderungsziel für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist, um dort in einer Firma zu arbeiten. Allerdings sollten die gut 30% höheren Lebenshaltungskosten für Wohnen und Lebensmittel in der Schweiz in jedem Fall in Sachen Löhne berücksichtigt werden. Wer also beispielsweise bei seiner Firma in Deutschland aktuell 100.000 Euro brutto verdient, sollten Löhne als künftiger Mitarbeiter von rund 150.000 CHF durchaus anpeilen.

Delle überwunden: Zwar hat die Schweiz in den letzten drei Jahren durch den CHF-Schock für Mitarbeiter leicht an Attraktivität eingebüßt – mit zuletzt nur noch rund 75.000 beruflich motivierten Zuwanderungen im Job jährlich. Für 2018 sieht die Konjunkturforschungsstelle die Schweizer Wirtschaft allerdings wieder einen klaren Vorwärtsgang in Sachen Job mit Beschäftigungszuwachs.

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