Sicherheit muss nicht teuer sein!
Mietkaution in der Schweiz

Neben Barkaution und Mietzinsdepot für die Mietwohnung oder das Haus bei der Bank zu leisten, können Mieter in der Schweiz auch eine Mietkautionsbürgschaft abschliessen. Das spart Ihnen die Einzahlung der Mietkaution, eine geringe jährliche Versicherungsprämie an die Mietkautionsversicherung bietet Mieter wie Vermieter dabei die gleiche Sicherheit.

Mietkaution vergleichen

Sicher haben Sie schon einmal eine neue Wohnung oder ein Haus angemietet und kennen das Prozedere: Der Vermieter verlangt als Sicherheit eine Mietkaution, die er für Sie anlegt, um im Fall von Mietschäden ohne Risiko darauf zurückgreifen zu können. Dabei sind heute Barkaution oder klassisches Mietzins Depot nicht mehr zwingen notwendig. Eine Kautionsversicherung erfüllt denselben Zweck – und erspart hohe Ausgaben.

Konditionen im Vergleich

Berechnungsbeispiel mit CHF 4'000.- Kaution und Mietbeginn per 01.01.2018.

gocaution

CHF 189.-

Jahresgebühr 1. Jahr

CHF 189.-

Jahresgebühr 2. Jahr

4.5 %

Prämiensatz

CHF 0.0

Gebühren

FirstCaution Mietzinsgarantie

firstcaution

CHF 160.-

Jahresgebühr 1. Jahr

CHF 231.-

Jahresgebühr 2. Jahr

5.0 %

Prämiensatz

CHF 20.0

Gebühren
 

AdunoKaution easyKaution

adunokaution

CHF 199.-

Jahresgebühr 1. Jahr

CHF 226.80

Jahresgebühr 2. Jahr

4.9 %

Prämiensatz

CHF 0.0

Gebühren
 

SwissCaution Mietkaution

SwissCaution

CHF 231.-

Jahresgebühr 1. Jahr

CHF 189.-

Jahresgebühr 2. Jahr

5.0 %

Prämiensatz

CHF 20

Verwaltungsgebühr
 

Allgemeine Information: Alle Angaben sind ohne Gewähr von Richtigkeit und Vollständigkeit. Die im Vergleich genannten Angaben stammen aus den Websites und den allgemeinen Geschäftsbedingungen der einzelnen Anbieter.

Was ist eine Mietkaution, wie funktioniert sie?

 

Eigentümer möchten Sicherheit für ihr Mietobjekt und verlangen daher bei Abschluss eines Mietvertrages in der Regel eine Sicherheitsleistung in Form einer Mietkaution. Gesetzlich geregelt ist eine solche Mietzinskaution im Art. 257e OR. Die Regelung erfasst Sicherheiten in Form von Bargeld oder Wertpapieren. Sie dienen dazu, den Vermieter bei Mietzinsrückständen oder Schadenersatzforderungen abzusichern. Allerdings sind Sie nur dann verpflichtet eine Sicherheit zu leisten, wenn diese vertraglich vereinbart und betragsmässig fix bestimmt wird.

Meist ist es üblich, dass der Vermieter für Sie als Mieter ein Depotkonto (Mietzinsdepot) bei seiner Bank eröffnet, auf das anschliessend die vereinbarte Kaution einzahlt, verzinst und bis zum Mietende und der Übergabe des Mietobjektes gesperrt wird. Oft bleibt die Mietkaution allerdings noch Wochen oder Monate nach Übergabe der Mietwohnung gesperrt – etwa, weil der Wohnungseigentümer noch Zeit für die Erstellung der Nebenkostenabrechnung, oder zur Begleichung von festgestellten Schäden bei der Wohnungsrückgabe, benötigt.

Insgesamt gibt es zwei Gründe, bei denen der Vermieter Ihr Mietzins Depot in Anspruch nehmen darf:

  • Wenn Sie die Mietzinsen nicht begleichen oder in Rückstand geraten.
  • Wenn Sie für Beschädigungen am Mietobjekt verantwortlich sind.

Für Sie als Mieter kann das beim Wohnungswechsel durchaus zum finanzielles Problem werden, schließlich verlangt der neue Vermieter für seine Wohnung ebenfalls sofort eine Mietkaution samt Mietzins, die vor Vertragsbeginn der neuen Mietwohnung fällig werden.

funktioniert_die_mietkaution

Wie hoch ist die Mietzinskaution?

Die Sicherheitsleistung in Form einer Mietkaution ist in der Schweiz durchaus unterschiedlich. Handelt es sich um eine Immobilie die zu Geschäftszwecken einer Firma oder Unternehmen verwendet wird, ist die Obergrenze für die Höhe der Mietzinskaution nicht gesetzlich geregelt. Als Faustregel gelten hier meist sechs Monatsmietzinsen. Entscheidend sind hier mögliche Schäden am Mietobjekt sowie die Höhe des Mietzinses. Begrenzt wird die Höhe ebenfalls durch das Retentionsrecht des Vermieters – im Falle gewerblich genutzter Mietobjekte hat der Eigentümer ein Recht auf die mit eingebrachten beweglichen Sachgegenständen.

Bei Mietwohnungen hingegen gilt eine gesetzliche Mietzinsgarantie von maximal drei Brutto-Mietzinsen. In der Schweiz liegt die Höhe für die geforderte Kaution meistens zwischen ein bis zwei Monatsmieten inkl. Nebenkosten.

Wo soll man die Mietkaution anlegen?

Praktisch unüblich sind heute Sicherheitsleistungen des Mieters in Form einer Barkaution. Bisweilen ist es die Regel, dass der Vermieter ein Depotkonto bei seiner Bank eröffnet und Sie als Mieter anschliessend die vereinbarte Kautionshöhe auf dieses Sperrkonto einzahlen und sperren lassen. Allerdings bringen weder Barkaution noch Mietzinsdepot der Bank heute meist nennenswerte bis gar keine Zinsen ein. Dies wirkt sich für Sie als Mieter durchaus nachteilig aus – besondere dann, wenn Ihr Vermieter seine Partnerbank wählt, die schlechtere Konditionen bietet, als beispielsweise Ihre eigene Hausbank.

Neben einem Mietzinsdepot bei einer Bank sieht das Schweizer Mietrecht auch weitere Formen der Sicherheitshinterlegung vor – beispielsweise die Mietbürgschaft. Sie wird von Banken (als Bankgarantie) sowie von Versicherungen (als Mietkautionsbürgschaft) angeboten, und entlastet Sie als Mieter, indem sich die jeweilige Bank oder Versicherung gegenüber dem Vermieter verbürgt und diesen mit einer Garantieurkunde absichert. Dabei gibt es zwischen der Banken- und der Versicherungslösung in der Praxis keine wesentlichen Unterschiede. Die Versicherungslösung gestaltet sich aber unkomplizierter und effizienter bei Abschluss sowie im Schadenfall. Zudem ist diese günstiger und flexibler als die Lösung per Bankdepot.

Kautionsversicherung – bürgen statt zahlen

Das Prinzip der bargeldlosen Mietkaution per Bürgschaft funktioniert simpel wie einfach. Als Mieter zahlen Sie dem Versicherer eine jährliche Prämie. Der Eigentümer erhält im Gegenzug eine Bürgschaftsurkunde, welche ihn bis zur vereinbarten Kautionssumme von maximal drei Monatskaltmieten (bei Wohnimmobilien) absichert. Damit entfällt für Sie die Einzahlung für die geforderte Mietkaution auf ein Sicherungskonto aus eigenen Mitteln– ein wesentlicher Vorteil.

Mit der Mietkautionsbürgschaft verbürgt sich die Mietkautionsgesellschaft gegenüber Ihrem Vermieter und kommt bei allfälligen Forderungen nach dem Auszug auf. Die Versicherungsgesellschaft begleicht dabei Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis in der maximalen Höhe der vereinbarten Kaution (rechtskräftigen Zahlungsbefehl). Sollten Sie also als Mieter beim Auszug beispielsweise Schäden am Mietobjekt verursacht haben oder das Mieterkonto offene Mietzinse aufweisen, die über die Mietkaution zu verrechnen sind, kann Ihr Vermieter die Freigabe der vereinbarten Mietkaution durch Rücksendung der Mietkautionsurkunde einfordern und die Mietkautionsgesellschaft überweist den geforderten Betrag an Ihren Vermieter. Wie beim Mietzinsdepot auch, wird für die Freigabe der Mietkaution allerdings das Einverständnis beider Mietparteien benötigt.

Der Vertragsbeginn der Mietkaution Bürgschaft entspricht in der Regel dem Mietbeginn. Ab dann greift die Mietkaution. Bei den Kündigungsfristen gibt es seitens der Mietkautionsgesellschaften generell meist keine festen Vorgaben, ebenso ist keine Mindestlaufzeit vorgeschrieben. Der Vertrag kann also sowohl zu Beginn als auch während eines Mietverhältnisses abgeschlossen werden – etwa, wenn Sie sich im Nachhinein für den Abschluss einer Mietkaution entscheiden, um das gesperrte Kautionsgeld freischalten zu lassen. Erfolgt die Kündigung während des laufenden Mietverhältnisses, benötigt der Vermieter allerdings eine Ersatzsicherheit, beispielsweise ein Mietzinsdepot bei der Bank. Zudem berechnen einige Anbieter bei Auflösung der Mietkaution zusätzliche Gebühren oder machen Kosten für Rückvergütungen geltend. Andere Anbieter erstatten die Prämie erst ab dem zweiten Jahr zurück.

Vor- und Nachteile der Kautionsversicherung

Zusätzliches Geld beim Umzug, günstige Prämien und jederzeit flexibel kündbar – das sind die wichtigsten Vorteile einer Kautionsversicherung per Bürgschaft. Als Mieter können Sie frei über ihr Geld verfügen und Erspartes für andere Ausgaben, beispielsweise Umzug oder neues Möbel, verwenden.

Zwar kostet auch eine Mietkautionsversicherung, jedoch wird anstelle der meist hohen Barkaution nur ein vergleichsweise günstiger Jahresbeitrag von meist fünf Prozent des Kautionsbetrages fällig. Zudem machen sie die vergleichsweise unkomplizierte Verwaltung der Bürgschaftsurkunden sowie die einfache Handhabung zu einer interessanten Alternative zum herkömmlichen starren Mietzinsdepot.

Vorteile

  • Günstige Prämie und einfach zu kündigen
  • Kein Verwaltungsaufwand, keine fixe gesperrte Mietkaution
  • Geld der Barkaution steht zur freien Verfügung
  • Keine Doppelbelastung aus alter und neuer Kaution
  • Keine hohen Kosten für teure Kredite nötig
  • Ersparnisse müssen nicht angegriffen werden
  • Als Zwischenfinanzierung nutzbar für eine spätere Barkaution
  • 100-prozentige Absicherung der Kaution
Nachteile

  • Nicht jeder Mieter erhält eine Bürgschaft
  • Mieter und Vermieter müssen jeweils den vertraglichen Verpflichtungen zustimmen
  • Mieter muss erstattete Gelder später zurückzahlen
  • Regelmässige Kosten – gerade bei längeren Laufzeiten

Wie schließe ich eine Mietkautionsversicherung ab?

Eine Mietkautionsversicherung können Sie physisch vor Ort bei einer Bank, Kantonalbank oder Versicherungsgesellschaften abschließen. Schneller und einfacher geht es aber online. Nach kurzem Antrag stellt der Anbieter Ihrem Vermieter die Bürgschaftsurkunde zu und garantieren ab sofort die eingetragene Kautionssumme. Die wichtigsten fünf Schritte für Sie:

1.

Angebote vergleichen

Passendes Angebot vergleichen und Mietkautionsversicherung online eröffnen

2.

Prämie zahlen

Prämienzahlung für erstes Anfordern nach Antrags-Annahme leisten

3.

Bürgschafts­urkunde

Erstellung der Bürgschaftsurkunde nach Zahlungseingang

4.

Kautions­bescheinigung

Zusendung der Kautionsbescheinigung an den Vermieter per Post

5.

Mietkautions­bescheinigung

Als Mieter erhalten Sie eine Kopie der Mietkautionsbescheinigung an Ihre E-Mail-Adresse

Tipps zur Mietkaution in der Schweiz

Gerade Mietkautionsversicherungen werden in den letzten Jahren immer beliebter. In Sachen Mietkaution sollten Sie allerdings einiges beachten:

  • Die Mietkaution darf laut Mietrecht bei Wohnimmobilien nicht mehr als drei Brutto-Monatsmieten samt Nebenkosten betragen. Mehr darf Ihr Vermieter für Wohneinheiten von Ihrem nicht verlangen.
  • Kautionsversicherungen sind freiwillig und dürfen nicht beim Abschluss eines Mietvertrages eingefordert werden. Obligatorisch ist hingegen ein Mietzinsdepot als Sperrkonto für die Zeit des Mietverhältnisses.
  • Mietkautionsversicherungen sind Bürgschaften und keine klassischen Versicherungen. Zwar zahlt die Versicherung Mietrückstände oder entstandene Schäden – als Mieter müssen diese aber an die Versicherungsfirma komplett erstatten.
    Sie sollten also zusätzlich unbedingt eine Haftpflichtversicherung
  • Auch eine Mietkautionsversicherung kostet zusätzlich jährliche Prämien. Falls möglich, sollten Sie sich daher für ein klassisches Mietersparkonto entscheiden. Gerade bei längerfristigen Mietverträgen mit hoher Monatsmiete kann dies viele Tausend Franken einsparen.
  • Bei den Angeboten von Mietkautionsversicherungen gibt es grosse Unterschiede. Ein Vergleich ist daher unbedingt ratsam. Achten Sie dabei auf alle anfallenden Kosten wie pauschale Beitrittsprämie, jährliche Versicherungsprämien oder Minimal- und Verwaltungsgebühren. Die Versicherungsprämie wird in der Regel in Prozent des Mietkautionsbetrags erhoben. Bei den Gebühren gibt es oft Unterschiede für das erste Jahr und Folgejahre danach.
  • Achten Sie zudem auf Vertragslaufzeiten sowie mögliche Kündigungsfristen und kündigen Sie Ihre Versicherung rechtzeitig. Bei einigen Mietkautionsversicherungen beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Manche Anbieter schreiben sogar eine Mindestvertragsdauer von drei Jahren vor.
  • Bei Mietkaution für Büro- oder Gewerberäumlichkeiten sollten Sie sich ein individuelles Angebot erstellen lassen. Viele Anbieter haben hier spezielle Mietkautionsversicherungen für gewerbliche Räume mit individuellen Laufzeiten und Kautionshöhen im Portfolio.