Bonität – Ihr grösster Trumpf

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Sind Sie kreditwürdig? Eine seltsame Frage oder! Aber Sie wissen es nicht? Dann sollten Sie sich schnell kundig machen – denn Banken, Unternehmen, ZEK und Co. wissen mehr von Ihnen, als Sie glauben: fünf wichtige Regeln rund um das Thema Bonität, überflüssige Konten und sinnlose Kreditanfragen.

1. Ihre Bonität sollten Sie kennen

Man weiss, was das Auto verbraucht, wie viel Quadratmeter Wohnung und Haus haben oder was die beste Freundin und der beste Freund so verdient. Aber was wissen eigentlich Banken, Unternehmen und Auskunftsdateien wie ZEK, GRIF und Co. von Ihnen? Oft mehr als Sie glauben – und das sollten auch Sie.

Fragen Sie also selbst bei der ZEK oder GRIF nach, welche Daten in den letzten Monaten und Jahren über Sie dort gespeichert wurden – positive wie negative. Nur so wissen Sie, welche Transaktionen Einfluss auf Ihre Bonität haben, können notfalls gegensteuern oder falsche und überalterte Daten sofort löschen lassen. Das verbessert umgehen Ihre Kreditwürdigkeit und verhilft Ihnen zu günstigen Zinsen bei der nächsten Finanzierung. Übrigens: Übersichten und Daten von wichtigen Unternehmen in der Schweiz sind ebenfalls auf der ZEK-Seite hinterlegt (Verfügung 178).

Info-Tipp: Informationen zu Einträgen Ihrer Person und die Auskunfteinholung finden Sie auf den Seiten des ZEK.

2. Wenn Sie nicht zahlen, verlieren Sie

Viel kaufen und wenig bezahlen – dies kommt in den seltensten Fällen gut an. Das gilt für fällige Kreditraten ebenso, wie für offene Rechnungen, Mahnungen oder gar anhängigen Betreibungen. Einer der wichtigsten Faktoren für Ihren Bonitäts-Score, also der Masszahl Ihrer persönlichen Kreditwürdigkeit, ist also Ihre eigene Zahlungsmoral. Ihren aktuellen Score Wert sowie Einträge zu Ihrer Person können Sie beim Verein zur Führung einer Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) jederzeit schriftlich erfragen.

Unbezahlte oder gar angemahnte Rechnungen lassen Unternehmen wie Banken aufhorchen – und haben rasch Anfragen und Meldungen bei ZEK und Co. zur Folge. Schlimmer wird es, wenn Betreibungstitel von Inkassounternehmen und Gerichtsbescheide ins Haus flattern. Solche negative Zahlungsmerkmale werden beim ZEK meist sehr lange gespeichert und beeinflussen Ihre Bonität besonders negativ über Jahre hinaus. Wichtig: Wenn Sie Ihre Kreditraten oder Verfügungen auf dem Kreditkartenkonto nicht pünktlich tilgen, werden Sie beim nächsten Kredit oder der nächsten Konto-Eröffnung bei allen Banken in der Schweiz Probleme bekommen.

Tipp für Ihre Bonität: Kaufen oder finanzieren Sie nur, was Sie sich auch tatsächlich leisten können. Und bezahlen Sie Rechnungen und Raten möglichst pünktlich und vollständig.

3. Viele Kredite verderben Ihnen den besten Zins

Hand aufs Herz: Auch Sie haben den ein oder anderen Kredit am Laufen – bei der Bank, im Versandhaus oder beim Internethändler. Zugegeben: Der kleine Kredit oder die Finanzierung zwischendurch sind verlockend und sehr einfach. Doch sind Sie in Ihrem Fall auch alle günstig und sinnvoll?

Die Erfahrung zeigt rasch – meist nicht: Denn in der Regel sind die Zinssätze solcher schnellen Kleinkredite und Ratenzahlungen sehr hoch, die monatlichen Raten vergleichsweise teuer. Und: Sie verlieren leider oft schnell den Überblick.

Finanzierungs-Tipp: Bündeln Sie viele Kleindarlehen zu einem einzigen grösseren Kredit – schulden Sie, also solche Finanzierungen möglichst sofort um. Das geht recht rasch, schafft Klarheit bei Ihren Finanzen und verringert nebenbei Ihre monatliche Zinsbelastung enorm. Zudem verbessern Sie auch Ihre Bonität damit spürbar. Denn es gilt: Weniger Kredite verbessern Ihre Kreditwürdigkeit.

4. Ungenutzte Konten sollten Sie auflassen

Ist Ihr altes Sparkonto längst leer? Bleibt Ihre zweite Kreditkarte im Alltag unbenutzt? Oder haben Sie ein Girokonto, über das längst kein Geld mehr fliesst? Lassen Sie es auf! Das alles ist bei Banken, Kreditinstituten sowie ZEK und Co. registriert. Und gerade die Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) geht unter Umständen davon aus, dass Sie als Schuldner Zahlungen nur verschleiern oder ihnen gar ganz aus dem Weg gehen.

Auflassungs-Tipp: Wenn Sie viele verschiedene Konten bei unterschiedlichen Banken haben, verschlechtern Sie nachweislich Ihre Bonität. Daher: Ungebrauchte Konten möglichst sofort löschen.

5. Stellen Sie Kreditanfragen sinnvoll und richtig

Ein kleiner Privatkredit hier, ein schneller Autokredit da, vielleicht sogar mal eine günstige Baufinanzierung rein aus Interesse anfragen: Nichts ist heute einfacher, als im Internet Kreditanfragen zu stellen und Angebote zu vergleichen. Doch Vorsicht: Jede reguläre Kreditanfrage wird in der Schweiz registriert und verschlechtert Ihre Bonität, falls Sie den Kreditvertrag dann doch nicht abschliessen – oder keinen Kredit bei der Bank bekommen.

Anfrage-Tipp: Stellen Sie nur Bonitäts- neutrale Kreditanfragen und keinen richtigen Kreditantrag, falls Sie ausschliesslich Zinsen und Konditionen der verschiedene Anbieter vergleichen wollen. Auch das schont Ihre künftige Kreditwürdigkeit enorm.

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