Restschuldversicherung

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Kredite für Konsumenten brauchen Sicherheit, so will es das Schweizer Konsumkreditgesetz und das ist gut so. Daher prüfen Kreditvermittler und Banken in der Schweiz vor Abschluss eines jeden Privatkredits zuallererst die Bonität Ihrer Kreditnehmer – und das nach strengen Vorgaben. Dies dient zum einen Ihrer Sicherheit als Konsument, zum anderen sichert sich natürlich auch das jeweilige Kreditinstitut und die jeweilige gegen mögliche Zahlungsausfälle im Rahmen der Kredittilgung ab.

Zusätzlich bieten Banken aber in der Regel auch eine Restschuldversicherung für Ihren Kredit zur obligatorischen Todesfallversicherung an. Hierdurch können Sie sich als Kreditinteressent selbst und Ihre Angehörigen beispielsweise für den Fall einer Krankheit oder bei Arbeitslosigkeit absichern. Auf CAPITALO finden Sie bei den Anbietern in unserem Kreditvergleich die jeweiligen Möglichkeiten einer solchen zusätzlichen Absicherung.

So funktioniert eine Restschuldversicherung

Die Restschuldversicherung, oft auch als Restkreditversicherung oder Kreditausfallversicherung bekannt, ist eine zusätzliche Möglichkeit der Absicherung laufender Kreditkosten, die im Fall des Todes des Kreditnehmers, plötzlicher Krankheit und Invalidität, oder bei Arbeitslosigkeit nicht mehr wie geplant aufgebracht werden können. Dies kann durchaus sinnvoll sein, um beispielsweise Ihre eigene Familie oder Hinterbliebene vor grösseren finanziellen Schäden zu bewahren, oder gar vor existenzbedrohenden Folgen durch Überschuldung zu schützen. Diese wird als solche bereits bei Kreditabschluss im Kreditvertrag an die jeweilige Bank oder den Kreditvermittler abgetreten.

Dennoch stehen viele Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer in der Schweiz einer solchen zusätzlichen Absicherung bei Konsumkrediten bisweilen eher skeptisch gegenüber.

Restschuldversicherung – oft teuer und überflüssig

So schön und sicher es klingt, seine Darlehensraten mit einer Versicherung beispielsweise gegen Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit absichern, ist dies oft nur auf den ersten Blick sinnvoll. Denn Ratenkredit Versicherungen oder Restschuldversicherungen sind in der Regel sehr teuer – und bisweilen im Fall der Fälle wenig hilfreich.

Meist sehr teuer: Denn in der Tat enthalten die Beiträge, welche zusammen mit einem Kredit abgeschlossen werden, meist relativ hohe Provisionen für Banken und Kreditvermittler. Für Sie als Kreditsuchende bedeutet eine solche zusätzliche Absicherung nicht unerhebliche Mehrkosten. Das schraubt die Gesamtkosten des jeweiligen Kredits merklich und oft unnötig in die Höhe.

Höhere Kreditsumme: Als Kreditnehmer entrichten Sie die Versicherungsprämie samt Vermittlungskosten als Einmalbetrag bereits bei Vertragsbeginn. Das erhöht die Kreditsumme in der sogar bereits um mehrere Prozent – hier können dies schnell mehrere Tausend CHF zusätzlich zusammenkommen.

Mitunter wenig transparent: Zudem sind die Kosten einer Restschuldabsicherung in der Regel nicht im Effektivzins angegeben. Dadurch wird der tatsächliche Preis des Darlehens bei Versicherungsabschluss oft verschleiert. In sehr ungünstigen Fällen kann sich dieser – gerade in Zeiten aktuell sehr günstiger Kreditzinsen – sogar mehr als verdoppeln.

Keine Verbesserung der Bonität: Weiters führt der zusätzliche Abschluss einer Restschuldversicherung nur bei wenigen Banken tatsächlich zu einem verbesserten Kredit-Scoring. Entscheidend für eine günstige Kreditvergabe ist und bleibt die eigene Kreditwürdigkeit des Kreditinteressenten.

Unser Tipp: Achten Sie bei Abschluss einer solchen Versicherung auf die genauen Vertragsdetails. Trotzt umfangreicher Absicherungen, zahlt so manche Restschutzversicherung wegen etlicher Ausschlussklauseln und Karenzzeiten im Fall der Fälle oft nur eingeschränkt oder gar nicht. Hier gilt: Genau hinzusehen und von einem neutralen Versicherungsexperten beraten lassen.

Tipps zur Restschuldversicherung bei Krediten

  • Offerten genau prüfen: Beim Abschluss eines Ratenkredits sollten Sie mögliche Angebote von Restschuld- oder Ratenschutzversicherungen genau prüfen. Gerade um Hinterbliebene und die Familie abzusichern, ist obligatorische Risikolebensversicherung oft die bessere und günstigere Alternative.
  • Kündigung ist möglich: Haben Sie bereits eine RS-Versicherung in Zusammenhang mit einem aktuellen Kredit abgeschlossen, können Sie diese in der Regel auch vor Ablauf des Kredits kündigen. Beispielsweise, wenn Sie den Kredit umschulden oder vorzeitig komplett tilgen. Banken und Vermittler erstatten hier oftmals einen Einmalbetrag teilweise zurück.
  • Meist lässt sich sparen: Sind Ihnen die Kosten für eine laufende Restschuldversicherung zu hoch, kann sich ein Blick in die Vertragsdetails lohnen. Unter Umständen ist sogar eine ordentliche Kündigung der Versicherung möglich, falls Ihr Vertrag dies zugesteht. Auch in diesem Fall wird der nicht verbrauchte Einmalbetrag dem Kreditkonto gutgeschrieben.

Fazit zum Thema

Ob sich eine Restschuldversicherung wirklich lohnt, das hängt von vielen Faktoren ab. Nicht zuletzt entscheiden Ihre eigene persönliche Situation sowie Höhe und Kreditlaufzeit über Sinn und Unsinn einer solchen Absicherung. Als Konsument immer im Auge behalten sollten die Kosten. Stets einfordern sollten Sie weiters eine genaue und transparente Berechnung der Gebühren von Ihrer Bank oder Ihrem Kreditvermittler. Noch besser ist aber eine unabhängige Beratung.

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