Hypothekarzinsen in der Schweiz

Die gute Nachricht: Es war noch nie so günstig wie jetzt, in der Schweiz eine Immobilie zu kaufen. Der Grund sind die niedrigen Hypothekarzinsen. Vor allem für lang laufende Darlehen bekommen Schweizer derzeit hervorragende Möglichkeiten angeboten.

Für Hypotheken mit 10-jähriger Laufzeit sind bereits Zinsen von 0,5 Prozent erhältlich. Ausserdem gibt es laut Experten den ungewöhnlichen Trend, dass es für längere Laufzeiten im Moment zum Teil niedrigere Zinssätze gibt als für kürzere – üblicherweise ist es genau umgekehrt. Das liegt unter anderem daran, dass neben Banken auch Versicherungen und Pensionskassen am intensiven Wettbewerb um die Vergabe neuer Hypothekardarlehen teilnehmen. Jeder will ein Stück vom Kuchen – und den Käufern kommt das derzeit entgegen. Allerdings ist es (leider) noch nicht so weit, dass Banken für die Aufnahme einer Hypothek sogar etwas zahlen, statt Zinsen zu kassieren: In Dänemark vergibt eine Bank einen Kredit mit Negativzinsen. Davon sind wir in der Schweiz zwar noch entfernt, doch weil die Banken die Zinsen künstlich niedrig halten, sind Darlehen bei uns derzeit ausgesprochen günstig zu bekommen.

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Fakt ist aber auch, dass genaues Hinsehen bei den einzelnen Angeboten und bei den Hypothekarzinsen unerlässlich ist. Die Zinsen sind in diesem Zusammenhang der wichtigste Faktor bei der Finanzierung einer Immobilie. Sie sind nämlich neben dem Preis des Objekts massgeblich dafür ausschlaggebend, ob man sich sein Traumobjekt – etwa die Wohnung in der Stadt oder das Einfamilienhaus vor einer Bergkulisse – überhaupt leisten kann und wie hoch die monatliche Belastung der Kreditnehmer sein wird. Damit hängen die Zinsen unmittelbar mit dem Risiko zusammen, das man mit einem Hypothekarkredit – vereinfacht als Hypothek bezeichnet – auf sich nimmt.

Zinssatz für die Hypothek

Prinzipiell kann zwischen 3 Hypothekarmodellen unterschieden werden: Festhypothek, Libor-Hypothek und variable Hypothek – wobei die letztgenannte Variante derzeit keine grosse Rolle spielt. Nach dem jeweiligen Modell richtet sich der Zinssatz; ebenso ist die Laufzeit von Bedeutung. Wovon hängen die Zinsen aber sonst noch ab? Da wäre zunächst einmal das Objekt, also die Immobilie, selbst. Dann hängt der Zinssatz vom konkreten Kreditprodukt ab, also was die Bank (oder ein anderer Kreditgeber wie eine Versicherung) anbietet. Hier sollten Kreditnehmer genau hinsehen. Wichtig ist darüber hinaus die Bonität des Kreditnehmers; je schlechter diese ist, desto höher werden die Zinsen sein. Wesentlichen Einfluss hat aber vor allem die Entwicklung der Zinsen am Kapitalmarkt – je höher diese sind, desto höher werden sie auch für das jeweilige Darlehen, also die Hypothek, sein.

Aktuelle Hypothekarzinsen in der Schweiz

Die Zinsen sind derzeit auf einem extrem niedrigen Niveau und werden voraussichtlich so rasch nicht steigen. Das bedeutet, dass Kreditnehmer vergleichsweise günstige Darlehen bekommen. Der Leitzinssatz der SNB (Schweizerische Nationalbank) liegt im Moment bei minus 0,75 Prozent, ist also negativ. Viel wird sich in naher Zukunft nicht ändern, noch bis Ende des nächsten Jahres ist daher mit keinen gröberen Änderungen der Hypothekarzinsen in der Schweiz zu rechnen. Das hängt mit der Entwicklung der Weltwirtschaft zusammen und mit der Tatsache, dass die Schweiz als stark exportorientiertes Land von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank abhängig ist. Zugleich wirkt sich die Stärke des Schweizer Frankens aus. Vor diesem Hintergrund sind Festhypotheken derzeit sehr beliebt, denn der Zinssatz bleibt dabei über den vorgeschriebenen Zeitraum gleich und kann nicht verändert werden. Das kann sich auch in Kombination mit langen Laufzeiten positiv auswirken. 

Tipps für den Kauf einer Immobilie

  • Genau überlegen: Am Anfang stehen grundsätzliche Überlegungen. Wo und wie will ich wohnen? Was sind die Voraussetzungen, beispielsweise ein eigener Parkplatz oder ein Garten?
  • Suchen mit System: Auf diversen Immobilienportalen können aktuelle Angebote verglichen werden, ausserdem sollte man zusätzlich im privaten Umfeld nachfragen. 
  • Vergleich gibt Sicherheit: Vergleichen von Finanzierungsangeboten diverser Anbieter – also Festhypothek, Libor-Hypothek oder variable Hypothek – macht Sinn und kann viel Geld sparen, denn selbst kleinere Unterschiede bei den Zinsen wirken sich langfristig aus. Derzeit sind die Banken recht kleinlich, was die sogenannte Tragbarkeit eines Hypothekardarlehens betrifft (damit wird ausgedrückt, wie hoch die monatliche Belastung sein darf). Bessere Konditionen sind oft möglich. 
  • Kaufvertrag checken: Der Kaufvertrag ist die Basis für den Kauf des Wunschobjekts – diesen sollte man genau überprüfen, damit es später keine Probleme gibt. Wichtig ist hier unter anderem ein Gewährleistungsausschluss, bei dem sich der Verkäufer vor späteren Forderungen schützen möchte.
  • Nebenkosten nicht vergessen: Zu berücksichtigen sind bei der Finanzierung einer Immobilie die Nebenkosten, beispielsweise für den Eintrag ins Grundbuch oder für den Notar. Nicht vergessen dürfen Käufer zudem die Handänderungssteuer, die meistens der Käufer übernehmen muss. Die genaue Regelung dieser Steuer ist aber von Kanton zu Kanton unterschiedlich. 
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Robert Prazak verantwortet die Online-Redaktion von CAPITALO und begleitet unsere Social Media und PR-Arbeit in seinem Alltag. Seit 1995 schreibt er über spannende Themen für Finanz-Channels und Vergleichsportale, aber auch für Social Media Agenturen, Banken sowie PR-Verlage.

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