Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Beste Gratis-Option: Swisscard Cashback Cards – 1% mit Amex, 0.25% mit Visa/MC, CHF 0 Jahresgebühr
- Höchste Cashback-Rate: Cornèrcard Visa Platinum – 1.5%, aber CHF 500/Jahr
- Beste Allround-Karte: Cumulus Kreditkarte – 0% Fremdwährungsgebühr + Cashback via Punkte
- Typische Spanne: 0.25% bis 1.5% Cashback in der Schweiz
- Unser Tipp: Bei CHF 1'000 Monatsumsatz bringt 1% Cashback CHF 120 pro Jahr
Was ist eine Cashback-Kreditkarte?
Eine Cashback-Kreditkarte funktioniert wie eine normale Kreditkarte – mit einem entscheidenden Unterschied: Bei jedem Einkauf fliesst ein Teil des Betrags automatisch an dich zurück. Anders als bei Bonusprogrammen mit Meilen oder Punkten erhältst du echtes Geld, das du nicht erst einlösen musst.
Die Rückerstattung erfolgt prozentual: Bei 1% Cashback und einem Einkauf von CHF 100 erhältst du CHF 1 zurück. Klingt wenig? Über ein Jahr summiert sich das. Bei CHF 12'000 Jahresumsatz sind das CHF 120 – ohne dass du etwas dafür tun musst.
Warum bieten Schweizer Banken überhaupt Cashback an? Die Antwort liegt in den Interchange Fees. Bei jeder Kartenzahlung fliesst ein Teil der Händlergebühr an den Kartenherausgeber. Laut Swiss Payment Association liegt diese Gebühr bei 0.44% für inländische Kreditkartenzahlungen. Ein Teil davon geben manche Anbieter als Cashback an dich weiter.
Cashback-Kreditkarten im Vergleich
Wir haben alle Schweizer Kreditkarten mit Cashback-Funktion analysiert und nach dem Capitalo Score bewertet. Dieser berücksichtigt Kosten, Leistungen und Konditionen – unabhängig von Provisionen.
| Karte | Anbieter | Cashback | Jahresgebühr | FX-Gebühr | Score |
|---|---|---|---|---|---|
| Swisscard Cashback Cards | Swisscard AECS | 1% (Amex) / 0.25% (Visa/MC) | CHF 0 | 2.5% | 73/100 |
| Cornèrcard Visa Platinum | Cornèrcard | 1.5% | CHF 500 | 1.2% | 60/100 |
| Revolut Metal | Revolut | 1% | CHF 228 | 0% | 73/100 |
| Poinz Card | poinz | 1% (Amex) | CHF 0 | 2.5% | 64/100 |
| Cumulus Kreditkarte | Migros Bank | 0.33% | CHF 0 | 0% | 73/100 |
| Cornèrcard Gold | Cornèrcard | 1% | CHF 190 | 1.2% | 65/100 |
| PostFinance Visa Platinum | PostFinance | 1% | CHF 250 | 1.7% | 67/100 |
Du suchst einen vollständigen Überblick? In unserem Kreditkarten-Vergleich findest du alle Karten mit Filter nach Cashback.
Die besten Cashback-Karten ohne Jahresgebühr
Wenn du keine Jahresgebühr zahlen willst, hast du in der Schweiz fünf Optionen mit Cashback:
Für wen lohnt sich eine Cashback-Karte?
Die ehrliche Antwort: Cashback lohnt sich für alle, die regelmässig mit Karte zahlen. Aber wie viel springt wirklich raus?
Rechenbeispiel:
- Monatlicher Kartenumsatz: CHF 1'500
- Jahresumsatz: CHF 18'000
- Bei 1% Cashback: CHF 180/Jahr
- Bei 0.5% Cashback: CHF 90/Jahr
Laut Schweizerischer Nationalbank wurden 2023 über 467 Millionen Kreditkartentransaktionen in der Schweiz durchgeführt – mit einem Volumen von über 40 Milliarden Franken. Wer sowieso mit Karte zahlt, kann mit Cashback etwas zurückholen.
Premium-Karten: Wann lohnen sie sich?
Die Cornèrcard Visa Platinum mit 1.5% Cashback kostet CHF 500 pro Jahr. Damit sich die Gebühr rechnet, brauchst du:
- Break-even bei 1.5%: CHF 33'333 Jahresumsatz (CHF 2'778/Monat)
Für die meisten sind Gratis-Karten die bessere Wahl.
Worauf du beim Vergleich achten solltest
Nicht jede Cashback-Karte ist gleich gut. Diese fünf Punkte entscheiden:
1. Cashback-Rate
Die Spanne reicht von 0.25% bis 1.5%. Aber Achtung: Manche Karten bieten unterschiedliche Raten je nach Kartennetzwerk (Visa/MC vs. Amex) oder Einkaufskategorie.
2. Visa/Mastercard vs. American Express
Amex-Karten bieten oft höheres Cashback (1% statt 0.25%). Der Haken: Amex wird in der Schweiz nicht überall akzeptiert. Schätzungsweise 60% der Händler nehmen Amex an – bei Visa/Mastercard sind es über 95%.
3. Fremdwährungsgebühren
Wer im Ausland oder in Online-Shops in Euro zahlt, sollte auf die FX-Gebühr achten. Die Cumulus Kreditkarte berechnet 0%, Swisscard 2.5%. Bei CHF 3'000 Auslandsumsatz macht das CHF 75 Unterschied.
4. Jahresgebühr vs. Ertrag
Eine Karte mit CHF 100 Jahresgebühr und 1% Cashback lohnt sich erst ab CHF 10'000 Jahresumsatz. Rechne immer den Nettoertrag aus.
5. Auszahlungsmodus
Manche Anbieter zahlen monatlich aus, andere jährlich. Einige erst ab einem Mindestbetrag. Check die Bedingungen, bevor du dich entscheidest.
Du willst wissen, welche Karte insgesamt am besten abschneidet? Unser Ratgeber zur besten Kreditkarte hilft bei der Entscheidung.
Fazit: Die richtige Cashback-Karte für dich
Cashback-Kreditkarten sind eine einfache Möglichkeit, bei jedem Einkauf Geld zu sparen. In der Schweiz hast du die Wahl zwischen Gratis-Karten mit bis zu 1% und Premium-Karten mit bis zu 1.5%.
Unsere Empfehlungen:
- Für die meisten: Swisscard Cashback Cards – kostenlos, 1% mit Amex, bewährt
- Für Vielnutzer: Cornèrcard Visa Platinum – 1.5% Cashback, aber nur bei hohem Umsatz rentabel
- Für Auslandszahler: Cumulus Kreditkarte – 0% Fremdwährungsgebühr plus Punkte bei Migros
Bereit für den Kreditkarten-Vergleich? Finde die Karte, die zu deinem Ausgabeverhalten passt.
Häufige Fragen zu Cashback-Kreditkarten
Welche Cashback-Kreditkarte ist die beste in der Schweiz?
Für Gratis-Karten empfehlen wir die Swisscard Cashback Cards mit 1% Cashback auf Amex-Zahlungen. Wer maximales Cashback will und viel ausgibt, fährt mit der Cornèrcard Visa Platinum (1.5%) besser – trotz CHF 500 Jahresgebühr.
Wie viel Cashback bekomme ich mit einer Schweizer Kreditkarte?
Die Cashback-Raten liegen zwischen 0.25% und 1.5%. Typisch sind 0.5% bis 1.0%. Zum Vergleich: In den USA bieten manche Karten 2-5% – der Schweizer Markt ist konservativer.
Gibt es Cashback-Kreditkarten ohne Jahresgebühr?
Ja, mehrere Karten in unserem Vergleich sind komplett kostenlos: Swisscard Cashback Cards, Poinz Card, Cumulus Kreditkarte und Confo'Card Mastercard.
Was ist der Unterschied zwischen Cashback und Bonuspunkten?
Cashback bedeutet direktes Geld zurück – automatisch und ohne Einlösen. Bonuspunkte (wie Cumulus oder Miles & More) müssen erst gesammelt und dann eingelöst werden. Der Wert von Punkten schwankt und ist oft intransparent.
Wie wird Cashback ausgezahlt?
Das hängt vom Anbieter ab. Die meisten schreiben das Cashback als Gutschrift auf die Kreditkartenabrechnung. Einige zahlen erst ab einem Mindestbetrag aus, andere monatlich oder jährlich.
Lohnt sich eine Premium-Cashback-Karte?
Nur bei hohem Umsatz. Die Cornèrcard Visa Platinum (1.5%, CHF 500/Jahr) rentiert ab CHF 33'333 Jahresumsatz. Darunter ist eine Gratis-Karte mit 1% die bessere Wahl.
Kann ich in der Schweiz überall mit Amex bezahlen?
Nein, American Express wird von etwa 60% der Schweizer Händler akzeptiert. Grosse Ketten und Online-Shops nehmen Amex meist an, kleinere Läden oft nicht. Für maximale Flexibilität brauchst du zusätzlich eine Visa oder Mastercard.
Ist Cashback steuerpflichtig in der Schweiz?
Nein. Cashback gilt steuerrechtlich als Rabatt oder Preisreduktion – nicht als Einkommen. Du musst es nicht in der Steuererklärung angeben.
So bewerten wir Kreditkarten: Der Capitalo Score
Unsere Bewertungsmethodik
Warum wir anders bewerten
Die meisten Vergleichsportale zeigen dir Sternchen – aber nicht, wie sie entstehen. Wir machen das anders: Der Capitalo Score ist eine transparente, nachvollziehbare Bewertung nach über 100 Kriterien, die wir für jede Produktkategorie individuell entwickelt haben.
Unser Versprechen:
- Transparent: Jede Bewertung ist nachvollziehbar
- Objektiv: Kriterien basieren auf messbaren Fakten
- Aktuell: Quartalsweise Anpassung an Marktentwicklungen
- Rechtlich fundiert: Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben
Bewertungsskala (Schwellenwerte):
- 92-100 Punkte: Hervorragend
- 82-91 Punkte: Sehr gut
- 70-81 Punkte: Gut
- 62-69 Punkte: Befriedigend
- 52-61 Punkte: Ausreichend
- 40-51 Punkte: Mangelhaft
- < 40 Punkte: Ungenügend
Bewertungskategorien
So setzt sich der Capitalo Score zusammen
Je mehr Punkte ein Produkt erreicht, desto besser die Bewertung.
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Alexander Senger
Als Diplom-Finanzfachwirt (FH) und Gründer der Capitalo Finanzservices GmbH bewertet er seit 2014 systematisch Finanzprodukte im DACH-Raum. Capitalo steht für unabhängige, transparente Vergleiche – kostenlos und im Interesse der Nutzer. Erstellt mit KI-Unterstützung, fachlich geprüft und freigegeben von Alexander Senger.
