Vor der Vergabe eines Kredites verlangen Geldinstitute in der Regel einen Einkommensnachweis. Auf diese Art verschafft sich der Kreditgeber Auskunft über die derzeitige wirtschaftliche Situation des Antragstellers und ob eine Person in der Lage ist, ihren Kredit zurückzuzahlen. Dadurch vermindern Kreditinstitute das Risiko, dass ein Schuldner das geliehene Geld nicht zurückzahlen kann. Weiterhin stellt die Bank regelmäßige Einnahmen und Ausgaben des Antragstellers gegenüber, sodass die Höhe des Kredits und der monatlichen Raten berechnet werden kann.

Als Einkommensbescheinigung gelten Gehaltsabrechnungen der letzten Monate, Kontoauszüge oder vom Arbeitgeber ausgestellte Verdienstbescheinigungen. Für arbeitslose Personen ist es schwierig, einen Kredit ohne Einkommensnachweis zu bekommen. Aber auch für Selbstständige und Freiberufler kann sich die Kreditvergabe problematisch gestalten, wenn nur ein unregelmäßiges Einkommen vorliegt. Bei diesen Personengruppen kann das Einkommen in Form der Einkommenssteuerbescheide nachgewiesen werden oder durch Vorlage der Jahresbilanzen mit Gewinn- und Verlustrechnung.

Ohne Einkommensnachweis ist die Bewilligung eines Kredits in Deutschland eher unwahrscheinlich. In solchen Fällen wird eventuell ein Darlehen gewährt, wenn der Antragsteller andere Sicherheiten bieten kann. Dazu gehören Lebensversicherungen, Wertpapiere oder Grundbesitz. Auch durch einen Bürgen, der mit seinem Vermögen den Kredit absichert, sind Kredite ohne Einkommensnachweis möglich. Hierbei wird der Vertrag zwischen drei Partnern abgeschlossen, wobei der Bürge für die Kreditzahlungen aufkommen muss, wenn der Kreditnehmer nicht mehr selber dafür aufkommen kann.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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